St. Pölten (OTS) – „Kultur verbindet Japan und Niederösterreich“ –
unter diesem Titel
haben gestern, Mittwoch, das Land Niederösterreich und die japanische
Botschaft in Österreich zum Empfang ins Stadttheater Wiener Neustadt
eingeladen. Der Abend knüpfte damit auch direkt an die Japan-Reise
einer großen niederösterreichischen Delegation im Mai dieses Jahres
an.
Rund 60 Unternehmen aus der niederösterreichischen Wirtschaft und
Industrie haben an der Japan-Reise teilgenommen und dabei wertvolle
Kontakte geknüpft, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im
Gespräch mit der Geschäftsführerin des Stadttheaters, Maria
Großbauer, die durch den Abend führte. Japan sei für Niederösterreich
der drittwichtigste Fernmarkt, 80 Firmen expandierten regelmäßig nach
Japan, informierte sie. Im Zuge der Reise seien auch bereits
Kooperationen fixiert worden, nannte sie hier etwa Abkommen auf dem
Universitätssektor, die Firma Hydrosolid mit ihrem japanischen
Partner Sumida, oder auch das „Memorandum of Understanding“ mit der
Provinz Yamanashi als Beispiele.
Ein „kräftiges Signal für Österreich und Niederösterreich“ sei
auch der von Niederösterreich gestaltete Österreich-Pavillon auf der
EXPO in Osaka gewesen. Die Landeshauptfrau erinnerte aber auch an
kulturelle Anknüpfungspunkte wie den Bösendorfer-Flügel im Österreich
-Pavillon, die zehn Konzerte des Tonkünstler-Orchesters
Niederösterreich in Japan – damals noch unter dem japanischen
Chefdirigenten Yutaka Sado – oder auch die Wanderausstellung über die
Kaiserhaussammlung, die 2027 in Japan stattfinden wird.
Der japanische Botschafter in Österreich, Kiminora Iwama,
bedankte sich beim Land Niederösterreich und der Landeshauptfrau für
„das große Engagement für die bilateralen Beziehungen zwischen Japan
und Österreich sowie Japan und Niederösterreich“. Japan und
Niederösterreich seien durch Geschichte und Kultur eng verbunden,
aber auch durch Innovation und wirtschaftliche Beziehungen, so der
Botschafter.
Die künstlerische Gestaltung des Abends stand ganz im Zeichen der
engen Verbindung von Japan und Niederösterreich. So trat etwa nach
einem Empfang durch Talente der Musik & Kunst Schulen
Niederösterreich unter Dirigent Karl Jeitler das Quartett Küchl (
Rainer Küchl, Ernst Lester, Bozsodi Szabolcs, Michael Luginbühl) auf,
danach gab es japanische Rakugo-Darbietungen und Shamisen-Musik (
Koraku Kanariya, Ichirin Kanariya, Nuts Kanariya, Kouzan Oyama und
Mike Reedy). Donka Angatscheva spielte auf virtuose Weise Chopin am
Bösendorfer-Klavier, den schwungvollen Abschluss bildeten die Schick
Sisters gemeinsam mit Christoph Gigler.