Wohnen

ÖVGW-Kongress zeigt Notwendigkeit klarer rechtlicher Rahmenbedingungen für den Wasserstoff-Hochlauf

Wien/Salzburg (OTS) – Anlässlich des ÖVGW-Kongresses in Salzburg
unterstreicht Gas Connect
Austria die Bedeutung einer leistungsfähigen Gasinfrastruktur für
Versorgungssicherheit, Industriestandort und Klimaziele.

Beim ÖVGW-Kongress 2026 in Salzburg standen zentrale
Zukunftsfragen der österreichischen Energiebranche im Mittelpunkt.
Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer von Gas Connect Austria und
Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und
Wasserfach, eröffnete den Kongress und erklärte, welche Maßnahmen es
für einen gelungenen Hochlauf von Wasserstoff und Grünen Gasen in
Österreich braucht.

Bestehende Infrastruktur als Standortvorteil

Der Kongress zeigte aus Sicht von Gas Connect Austria, wie
zentral die bestehende Gasinfrastruktur für die Transformation des
Energiesystems ist. Leitungen, Speicheranbindungen und internationale
Verbindungen bilden eine wichtige Grundlage, um grüne Gase wie
Wasserstoff künftig sicher und effizient zu Industrie,
Kraftwerksstandorten und Versorgungskorridoren zu transportieren.

„Die Technik ist nicht der Engpass. Entscheidend ist jetzt, rasch
vom Planen ins Tun zu kommen. Österreich verfügt über eine
leistungsfähige Gasinfrastruktur, über Know-how und über die
Voraussetzungen, um Industriecluster mit europäischen
Wasserstoffkorridoren zu verbinden. Was es dafür braucht, sind klare
gesetzliche Rahmenbedingungen, insbesondere ein H2-taugliches
Gaswirtschaftsgesetz, praxistaugliche Regeln für den Netzzugang,
Tarife und Genehmigungen sowie ein tragfähiges Finanzierungsmodell
für die Hochlaufphase“, so Stefan Wagenhofer, Geschäftsführer von Gas
Connect Austria.

Gaswirtschaftsgesetz als nächster Schritt

Aus Sicht von Gas Connect Austria ist die rasche
Grundlagenschaffung für Wasserstoff im neuen Gaswirtschaftsgesetz (
GWG) ein wesentlicher Schritt, um Investitionen zu ermöglichen und
Projekte in die Umsetzung zu bringen. Klare Regeln für die Planung,
Finanzierung, Genehmigung, Umwidmung und den Betrieb von
Wasserstoffleitungen schaffen die notwendige Planungssicherheit für
Infrastrukturbetreiber und Industrie. Der Fachverband Gas Wärme (FGW)
hat hierzu gemeinsam mit seinen Mitgliedern ein budgetneutrales
Modell für die Finanzierung des Aufbaus der Wasserstoffinfrastruktur
in Österreich erarbeitet. „Wenn wir dieses Modell gesetzlich
verankern, steht der Zukunft des Wasserstoffs nichts mehr im Weg“,
zeigt sich Wagenhofer überzeugt.

Ebenso wichtig ist ein wirksames Erneuerbare-Gase-Gesetz (EGG).
Biomethan und Wasserstoff können einen wichtigen Beitrag zur
Dekarbonisierung, zur Diversifizierung der Energieversorgung und zur
Stärkung der Resilienz des Energiesystems leisten.

H2-Startnetz für Industrie und Versorgungssicherheit

Besondere Bedeutung kommt dem Aufbau eines österreichischen H2-
Startnetzes zu. Dieses kann als Rückgrat der künftigen
Wasserstoffinfrastruktur heimische Industriecluster mit
internationalen Wasserstoffkorridoren verbinden und so Österreichs
Rolle als Energie- und Wasserstoffdrehscheibe in Mitteleuropa
absichern. Der Um- und Ausbau bestehender Gasinfrastruktur ermöglicht
einen rascheren Hochlauf, schont Ressourcen und kann
volkswirtschaftliche Kosten reduzieren.

„Der Wasserstoff-Hochlauf braucht klare Regeln, konkrete Projekte
und zukunftsorientierte Investitionsentscheidungen. Österreich hat
die Infrastruktur, die geografische Lage und eine starke Industrie.
Jetzt geht es darum, die regulatorischen Voraussetzungen zu schaffen,
damit Österreich auch künftig eine wesentliche Rolle als Energie- und
Wasserstoffdrehscheibe in Mitteleuropa einnehmen und den
Industriestandort sichern kann“, so Wagenhofer abschließend.

Über Gas Connect Austria GmbH

Gas Connect Austria ist ein Fernleitungs- und
Verteilernetzbetreiber für Gas mit Hauptsitz in Wien. Das Unternehmen
beschäftigt 300 Mitarbeiter:innen und ist an 6 Standorten in Wien,
Niederösterreich und Oberösterreich verankert. Ausgehend vom
Knotenpunkt Baumgarten, betreibt Gas Connect Austria ein modernes und
leistungsstarkes Hochdrucknetz mit Verbindungen nach Deutschland, in
die Slowakei, nach Slowenien und Ungarn sowie zu Speicher- und
Produktionsanlagen. Entlang des 900 Kilometer langen Leitungsnetzes
befinden sich 5 Verdichterstationen, 56 Mess- und Übergabestationen
sowie über 100 Übergabemessstellen. Das Kerngeschäft besteht in der
Vermarktung von Transportkapazitäten an den internationalen
Grenzübergabepunkten und für die inländische Gasversorgung. Gas
Connect Austria arbeitet intensiv an Wasserstoffprojekten, um das
Gasnetz langfristig fit für eine klimaneutrale Energiezukunft zu
machen. Das Unternehmen steht zu 51 % im Eigentum von VERBUND, 49 %
werden im Verhältnis 60:40 von Allianz Capital Partners und SNAM
gehalten. Gas Connect Austria hält Beteiligungen an AGGM, AGCS, TAG
GmbH und PRISMA und ist Mitglied bei der Industriellenvereinigung,
World Energy Council Austria, Hydrogen Import Alliance Austria,
Hydrogen Partnership Austria, FGW, ÖVGW, OGMP, ENTSOG, ENNOH, GIE,
Hydrogen Europe, Clean Hydrogen Alliance und der European Hydrogen
Backbone Initiative.

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