Neues ÖIF-Factsheet: 26 % der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache

Wien (OTS) – Im Schuljahr 2024/25 besuchten rund 1,14 Millionen
Kinder und
Jugendliche eine Schule in Österreich. 238.500 bzw. 20,9 % von ihnen
hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Gegenüber dem Vorjahr
stieg die Zahl der Schüler/innen insgesamt um 11.526; dieser Zuwachs
entfiel vollständig auf Schüler/innen mit ausländischer
Staatsangehörigkeit (+11.949), während die Zahl österreichischer
Schüler/innen leicht zurückging (-423). Das zeigt das neue Factsheet
„Schule und Integration“, in dem der Österreichische
Integrationsfonds (ÖIF) die aktuellsten Daten zu Schule, Sprache,
Deutschförderung und jugendlicher Bevölkerung in Österreich gebündelt
hat. Das Factsheet steht auf der ÖIF-Website zum Download zur
Verfügung. Interaktive Grafiken und Datenvisualisierungen zu den
aktuellen Zahlen und Entwicklungen rund um Asyl, Migration und
Integration stellt der ÖIF auf www.integrationsdaten.at bereit.

Rund 400.000 Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit /
Syrer/innen größte Gruppe

Im Jahresdurchschnitt 2025 hatten von 1,77 Millionen Jugendlichen
unter 20 Jahren in Österreich rund 509.800 (29 %) einen
Migrationshintergrund. Davon hatte ein Drittel (rund 163.600 Personen
) einen Geburtsort im Ausland (erste Generation) und zwei Drittel (
rund 346.200) waren in Österreich geborene Nachkommen im Ausland
geborener Eltern (zweite Generation). Eine ausländische
Staatsangehörigkeit hatten Anfang 2026 insgesamt 396.800 Jugendliche
unter 20 Jahren. Die größte Gruppe stellten syrische Staatsangehörige
mit rund 46.300 Jugendlichen, gefolgt von rumänischen (42.300),
deutschen (29.500) und ukrainischen Staatsangehörigen (27.700).

Anteil ausländischer Schüler/innen seit 2006 mehr als verdoppelt

Im Schuljahr 2024/25 besuchten insgesamt 1.142.462 Kinder und
Jugendliche eine Schule in Österreich. Gegenüber dem Vorjahr stieg
die Zahl der Schüler/innen damit um 11.526. Der Zuwachs entfiel
vollständig auf Schüler/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit (
+11.949), während die Zahl der österreichischen Schüler/innen leicht
sank (-423).

Insgesamt hatten rund 238.500 Schüler/innen und damit rund 21 %
der Schüler/innen eine ausländische Staatsangehörigkeit. 2006/07
waren es noch 9,2 %. Damit hat sich ihr Anteil innerhalb von knapp
zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt.

Anteil der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache:
Deutliche Unterschiede zwischen Bundesländern

Im Schuljahr 2024/25 lag der Anteil der Schüler/innen mit nicht-
deutscher Umgangssprache bei 26 %. Nachdem der Anteil über viele
Jahre gestiegen war und 2021/22 mit 27 % seinen bisherigen
Höchststand erreicht hatte, ging er in den darauffolgenden
Schuljahren zurück. Im Bundesländervergleich zeigten sich deutliche
Unterschiede: Wien verzeichnete mit 49 % den höchsten Anteil an
Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache, gefolgt von
Vorarlberg mit 25 % und Salzburg mit 22 %. Die geringsten Anteile
wiesen Tirol und Kärnten mit 17 % auf. Auch innerhalb Wiens zeigten
sich deutliche Unterschiede: In Favoriten lag der Anteil bei 74 %, in
der Inneren Stadt bei 22 %.

Mehr als die Hälfte der Wiener Schulanfänger/innen
außerordentliche Schüler/innen

Im Schuljahr 2024/25 galten mehr als 50.800 Schüler/innen
aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse als außerordentliche
Schüler/innen. Ihr Anteil an allen Schüler/innen sank gegenüber dem
Vorjahr leicht von 4,6 % auf 4,4 %, während die Zahl der
Schüler/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im selben
Zeitraum um 5,3 % stieg. Besonders hoch war der Anteil
außerordentlicher Schüler/innen an Volksschulen mit rund 11 %; in
Wien lag er bei rund 20 %.

Besonders deutlich zeigt sich der Deutschförderbedarf bei Wiener
Schulanfänger/innen: Bei Schulanfänger/innen der 0. und 1. Schulstufe
in Wien galt im Schuljahr 2025/26 mehr als die Hälfte aufgrund
unzureichender Deutschkenntnisse als außerordentliche/r Schüler/in.
Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Wiener
Bezirken: Der Anteil reichte von rund 20 % in Mariahilf bis 77 % in
Margareten.

Eine interaktive Darstellung zum Anteil außerordentlicher
Schüler/innen in den einzelnen Bezirken Österreichs stellt der ÖIF
auf www.integrationsdaten.at bereit.

42 % mit islamischem Religionsbekenntnis an öffentlichen Wiener
Pflichtschulen – deutliche Unterschiede nach Schultyp

Im Schuljahr 2025/26 besuchten rund 114.000 Schüler/innen
öffentliche Volks-, Mittel-, Sonder- und Polytechnische Schulen in
Wien. 42 % der Schüler/innen hatten ein islamisches
Religionsbekenntnis und stellten damit die größte religiöse Gruppe
dar. 33 % gehörten einer christlichen Glaubensgemeinschaft an,
darunter 17 % der römisch-katholischen und 14 % der orthodoxen
Kirche; 23 % waren ohne Bekenntnis. Je nach Schultyp zeigten sich
deutliche Unterschiede: An Mittelschulen und Polytechnischen Schulen
lag der Anteil von Schüler/innen mit islamischem Religionsbekenntnis
bei rund 49 % bzw. 47 %. An Volksschulen hatten 39 % der
Schüler/innen ein islamisches Religionsbekenntnis. 31 % der
Volksschüler/innen hatten ein katholisches oder orthodoxes
Bekenntnis, 26 % waren ohne Bekenntnis.

Über das ÖIF-Factsheet

Das neue ÖIF-Factsheet „Schule und Integration“ liefert die
aktuellsten verfügbaren Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Schule und
Integration. Grundlage sind u.a. Daten von Statistik Austria,
Bildungsdirektionen, dem Bundesministerium für Bildung sowie dem
Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Ergänzend werden Ergebnisse
aus aktuellen Studien zum Thema Bildung und Jugend dargestellt. Das
neue ÖIF-Factsheet „Schule und Integration“ steht auf der ÖIF-Website
zum Download zur Verfügung.