Wien (OTS) – Immobilien an den österreichischen Seen sind gefragt wie
nie zuvor.
Nirgends im Land ist der Quadratmeterpreis so hoch wie direkt am
Wasser. Umso strenger sind im sensiblen Uferbereich meist die
Bauvorschriften. Aber nicht jeder Immobilienentwickler hält sich an
diese Gesetze. Immer wieder werden scheinbare Hotelprojekte
eingereicht, die sich im Nachhinein als illegale Luxusdomizile für
Superreiche entpuppen. Für die „Am Schauplatz“-Reportage „Der
Schwarzbau am See“ – zu sehen am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, um
21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – berichtet Nora Zoglauer über die
bekanntesten Schwarzbauten am Wörthersee und zeigt, welche
Widmungstricks an den Salzkammergutseen angewandt werden, um an eine
der begehrten Seeimmobilien zu gelangen.
So wie in Velden, wo dem wohl bekanntesten Schwarzbau des
Wörthersees jetzt der endgültige Abriss droht. Die Eigentümerinnen
und Eigentümer, zum Teil sehr bekannte Personen aus der Musikbranche,
wollen mit allen juristischen Mitteln ihre Luxusappartementanlage
retten. Aber gelingt ihnen das tatsächlich?
Am Mondsee wurde einst in wunderschöner, exklusiver Alleinlage
ein großes Hotel für einen Scheich aus Saudi-Arabien errichtet. Die
Familie des Mannes war immer wieder vor Ort, zahlende Gäste hat man
nie gesehen. In der Bevölkerung spricht man längst von einem
Pseudohotel, dessen Errichtung damals mutmaßlich von der obersten
Staatsspitze gewünscht und gedeckt war.
Und was macht man, wenn man überdimensionierte, nicht bewilligte
Villen mitten in Naturschutzgebieten errichtet hat? Man versucht mit
findigen Rechtsanwälten, teuren Gutachten und massiven
Klagsandrohungen gegen Kritikerinnen und Kritiker, diese
Schwarzbauten im Nachhinein schrittweise zu legalisieren. Aber
funktioniert diese Taktik und wie reagieren die zuständigen Behörden
und Politiker darauf?