Wohnen

APG: Start der Baugrunderkundungen Netzverstärkung Ost

Wien (OTS) – Austrian Power Grid (APG) startet im November im Rahmen
des Projekts
Netzverstärkung Ost mit Baugrunderkundungen vor Ort. Hintergrund ist
der geplante Neu- uns Ausbau des 380-kV-Übertragungsnetzes in
Niederösterreich und im Burgenland. Das Vorhaben Netzverstärkung Ost
umfasst den Um- und Neubau einer 380-kV-Freileitung im östlichen
Niederösterreich bzw. nördlichem Burgenland, zwischen Trumau (
Niederösterreich) und Zurndorf (Burgenland). Auf einer Länge von
etwas mehr als 60 Kilometern wird eine neue leistungsstarke
Verbindung geplant. Zusätzlich ist der Neu-, Aus- und Umbau von
lokalen Umspannwerken vorgesehen. Im Burgenland wird das Vorhaben in
Kooperation mit der Netz Burgenland durchgeführt und es erfolgen
Anpassungen des 110-kV-Verteilernetzes. Mit der neuen 380-kV-Leitung,
die größtenteils neben oder anstelle von bereits bestehenden
Leitungen verlaufen wird, erhöht sich die sichere Stromversorgung der
Region.

Um das Projekt im Detail planen zu können, werden in den
kommenden Monaten auf Grundstücken in den berührten Gemeinden – in
den Bezirken Baden, Mödling, Bruck an der Leitha und Neusiedl am See
– von APG-Mitarbeiter:innen und durch von APG beauftragte
Expert:innen Baugrunderkundungen durchgeführt. Diese Arbeiten dienen
ausschließlich dazu, die Voraussetzungen für eine optimale Trasse zu
erkunden. Die aus 22 Kernbohrungen und 40 Baggerschürfen mit
Rammsondierungen bestehende Erkundungskampagne startet im November
und wird voraussichtlich bis Ende Februar 2026 dauern. Die
betroffenen Gemeinden bzw. Grundstückseigentümer:innen wurden über
die Arbeiten bereits persönlich informiert.

Zwtl.: Der weitere Planungsprozess im Jahr 2026

APG hat im Laufe des aktuellen Jahres 2025 bereits alle Gemeinden
über die Projektnotwendigkeit und die weitere Vorgangsweise
informiert. Grundlage für die aktuellen Baugrunderkundungen vor Ort
ist die Vorarbeitenbewilligung, die vom zuständigen Bundesministerium
für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und
Technologie (BMK) erteilt wurde. Diese erlaubt es APG,
Voruntersuchungen und Umwelterhebungen auf Privatgrundstücken
durchzuführen. Die betroffenen Gemeinden und die
Grundstücksbesitzer:innen wurden vor Start der Erkundungen persönlich
informiert. Die nächsten Schritte in der Projektkommunikation sind ab
Frühling 2026 weitere Infogespräche mit Gemeinden und
Grundeigentümer:innen und voraussichtlich ab Sommer Infomessen für
interessierte Bürger:innen. Im Rahmen dessen wird APG das Projekt im
Detail präsentieren.

Zwtl.: Weitere Schritte bis zur Inbetriebnahme

Das Ergebnis der umfassenden Planungen ist eine
Umweltverträglichkeitserklärung (UVE), die voraussichtlich 2027 bei
den Behörden zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht
wird. Geplanter Baubeginn ist 2030. Die Inbetriebnahme der Leitung
ist ab Mitte der 30er-Jahre geplant. Aktuelle Projekt-Infos finden
Sie unter: Netzverstärkung Ost – Österreich braucht Strom

Zwtl.: Das Projekt Netzverstärkung Ost

Netzverstärkung Ost ist Teil des APG-Netzentwicklungsplans 2023,
des ÖNIP 2024 ( Integrierter Österreichischer Netzinfrastrukturplan
des Bundesministeriums für Klimaschutz ) und ein Schlüsselprojekt für
die östlichen Regionen Niederösterreichs bzw. das nördliche
Burgenland. Hier stößt die bestehende Strominfrastruktur aufgrund des
massiven Ausbaus von PV- und Windkraftanlagen bereits immer öfter an
ihre Kapazitätsgrenzen. Mit der neuen 380-kV-Leitung, die
größtenteils neben oder anstelle von bereits bestehenden Leitungen
verlaufen wird, erhöht sich die sichere Stromversorgung der Region.
Ein stabiles Netz für nachfolgende Generationen ermöglicht darüber
hinaus die Elektrifizierung aller Lebensbereiche – von
energieintensiven Produktionsprozessen in der Industrie über die E-
Mobilität bis hin zu strombasierten Anwendungen im Haushaltsbereich.
Insbesondere für den Transport von Erneuerbarer Energie aus den PV-
und Windkraftanlagen im Osten Österreichs zu den Großverbrauchern
bzw. Pumpspeicherkraftwerken im Westen des Landes ist diese Leitung
wichtig. Durch die verstärkte Integration Erneuerbarer Energie wird
zudem die österreichische Stromimport-Abhängigkeit reduziert.

Über Austrian Power Grid (APG)

Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian
Power Grid (APG) die sichere Stromversorgung Österreichs. Mit unserer
leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der
Anwendung von State-of-the-art-Technologien integrieren wir die
erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit,
sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem
Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie
zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz
erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das
Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt,
instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der
Elektrifizierung von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst.
Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67
Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben.
Auch 2024 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten
Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten
Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 630 Millionen Euro 2025
(2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind Wirtschaftsmotor und
wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele
Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2034 rund 9 Milliarden Euro in
den Netzaus- und Umbau investieren.