Wien (OTS) – Die gestrige Entscheidung des VW-Aufsichtsrates, wonach
in den
kommenden Jahren weitere rund 50.000 Stellen weltweit abgebaut und
vier deutsche Werke (Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm) vor dem
Aus stehen sollen, kommentiert der Verkehrssprecher der Patriots-for-
Europe-Fraktion im Europäischen Parlament, MEP Mag. Roman Haider (FPÖ
) so: „Das ist die fünffache Belegschaft der voestalpine Linz. Man
muss sich nur mal verdeutlichen, was das für Folgen für eine Region
hat, wenn solche Werke und Arbeitsplätze verschwinden. Der Green Deal
erreicht Dekarbonisierung eben nur durch Deindustrialisierung. Das,
was wir Freiheitliche seit Jahren vorausgesagt haben, tritt jetzt
ein: Jobs und Fabriken werden verlagert und mit ihnen Wohlstand und
Know-how. Der Treppenwitz ist ja, dass nicht die Autos aus Europa
verschwinden, sie werden nun dort produziert, wo Umwelt-, Sozial- und
Arbeitsstandards extrem niedrig sind. Die sauberste Industrie wird
von den grünen Sozialisten in allen Parteien zerstört.“
Auch Österreich werde diese Entscheidung hart treffen, hängen
doch zigtausend gut bezahlte Arbeitsplätze an den deutschen Werken,
zeigt sich Haider besorgt. „Man sollte meinen, dass zumindest in der
Volkspartei ein Umdenken stattfindet, aber als Verhandlungsführer der
Patrioten zu diesem Thema merke ich davon nichts. Während in
Wolfsburg die Lichter ausgehen, wird von der Volkspartei, den
Sozialisten und den Liberalen munter weiter an der
Deindustrialisierung gearbeitet. Derzeit wird verhandelt, dass
Firmenflotten ab 2030 nur noch Elektroautos kaufen dürfen und anstatt
das Verbrenner-Verbot zu korrigieren, wird nun das 0,5-Liter-Auto als
Alternative präsentiert. Keine Technologieneutralität, keine Freiheit
für Firmen, das zu produzieren, was Kunden wollen“, kritisiert
Haider.
„Gleichzeitig hat die österreichische Bundesregierung noch immer
keine gemeinsame Linie. Der ÖVP-Wirtschaftsminister kann außer
Presseaussendungen veröffentlichen nur zuschauen, wie sein roter
Kollege die österreichische Zulieferindustrie in Brüssel beerdigt,
weil der schwarze Umweltminister die entscheidende Abteilung, die für
das Verbrenner-Verbot zuständig ist und in Brüssel verhandelt, an das
rote Mobilitätsministerium übertragen hat. Entweder die ÖVP kann es
nicht, oder sie will es nicht. Beides ist fatal für den
Wirtschaftsstandort,“ so Haider abschließend.