Wohnen

Inflation bleibt Belastung – ÖGB pocht auf Preiseingriffe

Wien (OTS) – Die heute veröffentlichte Schnellschätzung von Statistik
Austria für
Mai macht deutlich, dass die Teuerung für viele Arbeitnehmer:innen
und Pendler:innen weiter spürbar bleibt. „Die Preise gehen nicht von
selbst zurück – und bei Energie und Mobilität sehen wir besonders
deutlich, wie schnell Belastungen im Alltag ankommen. Wenn Treibstoff
und Heizöl die Teuerung antreiben, dann braucht es wirksame Eingriffe
statt halbherziger Korrekturen“, sagt Helene Schuberth,
Bundesgeschäftsführerin des ÖGB.

Abschwächen der Spritpreisbremse unverantwortlich

Der ÖGB kritisiert die Abschwächung der Spritpreisbremse durch
das Wegfallen der wichtigen Margenregelung und fordert eine sofortige
Nachschärfung. Statistik Austria hielt bereits für April fest, dass
die im April 2026 eingeführte Spritpreisbremse Benzin und Diesel um
bis zu 10 Cent pro Liter verbilligte und damit die Inflation messbar
dämpfte. „Dass ein Instrument mit nachweisbarer Wirkung ausgerechnet
in einer Phase abgeschwächt wird, in der viele Menschen jeden Euro
zweimal umdrehen müssen, ist wirtschaftspolitisch das falsche Signal.
Wer täglich zur Arbeit fahren muss, braucht echte Entlastung und
keine ausgedünnte Restlösung“, so Schuberth.

„Statt einer wirksamen Entlastung bleibt Pendler:innen und
Arbeitnehmer:innen künftig nur noch eine superschwache Variante – und
das zu einem Zeitpunkt, an dem viele Haushalte nach wie vor unter
hohen Kraftstoffpreisen leiden“, kritisiert Schuberth. Für den ÖGB
ist das nicht nachvollziehbar.

Über uns:

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.