JUNOS Studierende: Mehr JUNOS wagen, Minister Marterbauer!

Wien (OTS) – Mit Spannung wurde diese Woche die Budgetrede von
Finanzminister
Marterbauer (SPÖ) erwartet. Die Universitäten haben zwar noch immer
keine vollständige Gewissheit über ihr Budget, klar ist mittlerweile
allerdings, dass es zu realen Kürzungen kommen wird. Laut Minister
Marterbauer würden sich diese Kürzungen durch die Beseitigung von
Ineffizienzen im System ausgleichen lassen.

“Marterbauer ist hier tatsächlich auf dem richtigen Weg. Es kann
nicht sein, dass von staatlicher Seite immer mehr Geld in den
Hochschulsektor geschüttet wird, ohne zu prüfen, ob es wirklich bei
Lehre und Forschung und nicht in der Verwaltung landet. Sich auf die
Gehälter von Rektoren einzuschießen, wird aber nicht reichen. Es
braucht eine echte Reformperspektive mit Mut zu mehr Exzellenz und
Spezialisierung statt beliebiger und durchschnittlicher Massenware”,
macht Lorenzo Friedli, Bundesvorsitzender der JUNOS Studierenden,
klar. “Unverzichtbar ist außerdem eine breite und nachhaltige
Hochschulfinanzierung abseits öffentlicher Mittel. Diese Idee lehnt
die SPÖ aber zutiefst ab, damit die Hochschulen an der mittlerweile
sehr kurzen staatlichen Leine bleiben!”

Das 3-Säulen-Modell: Für eine gerechte und nachhaltige
Hochschulfinanzierung

Ganz nach dem Grundsatz “Wer sich nur auf den Staat verlässt,
wird verlassen” sieht das 3-Säulen-Modell eine möglichst breite
Finanzierung auf drei Ebenen vor:

1. Beibehaltung der staatlichen Grundfinanzierung

2. Attraktivierung von Drittmitteln, wie Spenden von Unternehmen und
Stiftungen, durch den Abbau staatlicher Hürden und
Steuerbegünstigungen

3. Einführung von nachgelagerten Studienbeiträgen, die erst nach dem
Studium und einkommensabhängig bezahlt werden. Das ist sozial gerecht
und ein fairer Beitrag für ein hochwertiges Studium.

“Während die linken Fraktionen von tiefrot bis orange höchstens
nach neuen Steuern schreien, legen wir einen konkreten, nachhaltigen
und sozial gerechten Vorschlag zur Hochschulfinanzierung vor. Nur so
werden Hochschulen unabhängiger vom Staat und haben so den Anreiz,
Studierenden eine höhere Qualität zu bieten”, macht Friedli deutlich.
“Laut Minister Marterbauer müsse jeder Liberale für Erbschaftssteuern
sein. Wir haben einen Gegenvorschlag: Jeder Sozialdemokrat muss für
das liberale 3-Säulen-Modell sein, denn nur dieses ist wirklich
gerecht und treffsicher!”