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Modernste Biotechnologie für die Medizin der Zukunft: IMC Krems investiert in Hightech-Laborausstattung

Krems (OTS) – Das IMC Krems hat die Labore des Instituts
Biotechnologie umfassend
modernisiert und erweitert damit seine Spitzenposition in der
praxisnahen Hochschulausbildung und angewandter Forschung im Bereich
der medizinischen und pharmazeutischen Biotechnologie und der
personalisierten Medizin. Die Herzstücke der Investition sind ein
hochmodernes DNA-Sequenziersystem und ein Bioreaktor, die
Studierenden und Forschenden Zugang zu Technologien bieten, die
weltweit in führenden Biotech- und Pharmaunternehmen im Einsatz sind.

Zwtl.: Neue Technologien für personalisierte Medizin

Das neue Hochdurchsatz-DNA-Sequenziergerät ermöglicht die Analyse
des gesamten Erbguts (Genomik) sowie der aktiven Erbinformationen
einer Zelle (Transkriptomik). Studierende lernen dabei den gesamten
Workflow – von der Probenaufbereitung über die Sequenzierung bis zur
bioinformatischen Datenanalyse. Diese Technologie ist ein zentraler
Baustein der personalisierten Medizin: Sie erlaubt es, genetische
Veränderungen zu identifizieren, die z. B. bei Krebs oder seltenen
Erbkrankheiten eine Rolle spielen, und Therapien individuell
abzustimmen.

Durch die niedrige Fehlerquote und hohe Flexibilität des Systems
können Anwendungen bis hin zur klinischen Forschung abgebildet
werden: ein wichtiger Schritt, um zukünftige Fachkräfte für die
Präzisionsmedizin auszubilden.

Zwtl.: Bioreaktoren für industrielle Biotechnologie

Im modernisierten Labor stehen zudem mehrere Bioreaktoren, wie
sie in der industriellen biotechnologischen Produktion eingesetzt
werden. Studierende erlernen hier, wie therapeutische Proteine, etwa
Insulin, mithilfe gentechnisch optimierter Mikroorganismen
hergestellt werden. Der Reaktor ermöglicht die präzise Steuerung von
Bedingungen wie Temperatur, pH-Wert und Sauerstoffgehalt, um optimale
Produktionsprozesse zu simulieren.

Neben dem Bioreaktor stehen Analyse- und Reinigungssysteme zur
Verfügung, mit denen der gesamte Prozess von Kultur bis
Proteinaufreinigung abgebildet wird – ein praxisnahes Training auf
Industriestandard.

„Wir investieren konsequent in eine Infrastruktur, die unseren
Studierenden und Forschenden Zugang zu modernster Technologie bietet“
, betont Ulrike Prommer, Vorsitzende der Hochschulleitung am IMC
Krems. „Mit der Erweiterung unserer Laborausstattung stärken wir
nicht nur die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für
Zukunftsfelder wie die der medizinischen und pharmazeutischen
Biotechnologie und der Präzisionsmedizin – wir leisten auch einen
wichtigen Beitrag für Forschung und Innovation in Österreich.“

Zwtl.: Strategische Weiterentwicklung des Studienangebots

Die Investition unterstreicht den Ausbau des Studienangebots im
Bereich Naturwissenschaften & Technik, darunter die neuen Master-
Studiengänge OMICS Technologies and Data Science in Biomedicine,
Sustainable Chemistry and Digital Processing und Engineering
Responsible AI Systems. Sie richten sich an Absolventinnen und
Absolventen eines Bachelorstudiums aus den Bereichen Biotechnologie,
Chemie, Informatik, Technik oder verwandten Disziplinen und werden in
der berufsbegleitenden Variante angeboten. Die enge Verzahnung von
Theorie, Praxis und angewandter Forschung ist ein zentrales
Qualitätsmerkmal am IMC Krems.

Genomik : Untersuchung der gesamten DNA eines Organismus

Transkriptomik : Analyse der RNA, also der gerade aktiven Gene

Bioinformatik : Computerbasierte Auswertung großer biologischer
Datenmengen

Bioreaktor : Gerät, in dem Mikroorganismen oder Zellen unter
kontrollierten Bedingungen vermehrt werden

Therapeutische Proteine : Eiweißstoffe, die als Arzneimittel
eingesetzt werden, z. B. Insulin