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Neuer Einkaufstest: Billigfleisch dominiert, nur jedes zehnte Produkt ist pflanzlich

Wien/Vösendorf (OTS) – Nach dem Grillfleisch-Check hat der Wiener
Tierschutzverein/Tierschutz Austria auch das Angebot an Grillkäse und
pflanzlichen Grillalternativen in 19 Filialen von Billa, Billa Plus,
Penny, Lidl, Hofer und Spar untersucht: Von insgesamt 796 erhobenen
Grillprodukten waren 81 Prozent aus Fleisch. Grillkäse machte neun
Prozent des Angebots aus und pflanzliche Alternativen rund zehn
Prozent. Wer im Supermarkt nach Grillprodukten sucht, wird also noch
immer vor allem an der Fleischtheke fündig.

Zwtl.: Pflanzlich kostet, Fleisch bleibt Billigware

Auch bei der Preisgestaltung zeigt sich eine deutliche
Schieflage. Das günstigste Fleischprodukt kostete im
Erhebungszeitraum 3,99 Euro, die günstigste pflanzliche
Grillalternative 6,61 Euro pro Kilogramm.

„ Wenn Fleisch trotz Aufzucht, Fütterung, Transport und
Schlachtung billiger ist als die pflanzliche Alternative, stimmt
etwas nicht. Wer beim Einkaufen zu pflanzlichen Optionen greift und
Tierleid vermeiden möchte, sollte dafür nicht tiefer in die Tasche
greifen müssen “, sagt Hanna Zamernik, Tierschutzpolitische
Referentin für Landwirtschaft und Ernährung vom Wiener
Tierschutzverein/Tierschutz Austria.

Auch beim Grillkäse zeigt der Check deutlichen Nachholbedarf.
Fast 70 Prozent der Produkte stammten aus dem Ausland, mehr als die
Hälfte trug kein Siegel und lediglich drei Produkte waren mit einem
Tierwohlsiegel gekennzeichnet.

Zwtl.: Große Unterschiede zwischen den Supermärkten

Beim Angebot pflanzlicher Grillalternativen zeigen sich deutliche
Unterschiede zwischen den Handelsketten. Den höchsten Anteil
alternativer Produkte boten Billa und Billa Plus mit 15 Prozent,
knapp gefolgt von Spar mit 14 Prozent. Bei Penny wurde im
Erhebungszeitraum keine einzige pflanzliche Grillalternative
gefunden.

Zwtl.: Tierschutz Austria fordert verpflichtende Kennzeichnung

„ Wer bewusst einkaufen möchte, braucht endlich Klarheit im
Regal. Wir fordern schon lange neben einer klaren
Herkunftskennzeichnung auch eine eine verpflichtende
Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte. Nur so können
Menschen auf einen Blick erkennen, unter welchen Bedingungen die
Tiere hinter den Produkten gehalten wurden “, so Madeleine Petrovic,
Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins/Tierschutz Austria.

Positionspapier zur Haltungskennzeichung : https://www.tierschutz
-austria.at/positionspapier-haltungskennzeichnung

Grillfleisch-Check:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260720_OTS0019/schock-beim-
grillen-9-von-10-grillprodukte-ohne-tierwohllabel

Fotos (honorarfrei): https://flic.kr/s/aHBqjD1eyG