Wien (OTS) – Die Situation rund um die Drogenberatungseinrichtung
Jedmayer
beschäftigt Anrainerinnen und Anrainer seit Jahren. Immer wieder
wurden von Seiten des Wiener Sucht- und Drogenkoordinators Ewald
Lochner (SPÖ) Entlastungsmaßnahmen angekündigt. Konkrete Ergebnisse
bleiben von SPÖ und Neos jedoch bis heute aus.
Gerhard Hammerer, Obmann der Volkspartei Mariahilf, erinnert an
die Chronologie der Ankündigungen: „Im September 2025 wurde von
Lochner in „Wien Heute“ ein sicherheitsstrategischer Gipfel der Stadt
gemeinsam mit der Polizei angekündigt. Anfang Oktober wurde dieser
Termin nochmals bestätigt. Nur wenige Wochen später wurde der Gipfel
wieder abgesagt. Statt konkreter Maßnahmen folgten weitere
Ankündigungen – umgesetzt wurde nichts.“
Auch ein angekündigtes Konzept zur Entlastung des Jedmayer-
Grätzels liegt weiterhin nicht vor. Am 13. November 2025 sagte Ewald
Lochner zu, bis Weihnachten ein mittel- bis langfristiges
Maßnahmenkonzept vorzulegen, dann wurde dieses für vor Ostern
versprochen. „Stand 17. April 2026 gibt es weder ein Konzept noch
eine Erklärung, warum diese Zusage nicht eingehalten wurde“, so
Hammerer.
Felix Ofner, Bezirksparteiobmann der Volkspartei Rudolfsheim-
Fünfhaus, kritisiert die Situation deutlich: „Die Menschen im Grätzel
werden seit Monaten mit Ankündigungen vertröstet. Sicherheitsgipfel
angekündigt, dann abgesagt. Konzept versprochen, bis heute nicht
geliefert. Diese Hinhaltetaktik ist für die Betroffenen schlicht
nicht mehr akzeptabel.“
Für Hammerer und Ofner stellt sich daher zunehmend die Frage nach
der politischen Verantwortung: „Wenn wiederholt konkrete Maßnahmen
angekündigt werden und am Ende nichts passiert, muss man sich fragen,
ob der zuständige Drogenkoordinator seiner Aufgabe noch gerecht
wird.“
Abschließend fordern Hammerer und Ofner endlich konkrete
Schritte: „Die Situation rund um den Jedmayer ist seit Jahren
bekannt, die Forderungen der Volkspartei von Schutzzone beim Fritz-
Imhoff-Park und der U6-Station über Videoüberwachung und mehr
Sozialarbeiter bis zu einer Alkoholverbotszone liegen auf dem Tisch.
Die Geduld der Anrainer, der Öffi-Benützer und der Schüler ist längst
aufgebraucht, sie brauchen keine weiteren Ankündigungen, sondern
endlich Maßnahmen. Die SPÖ-Neos-Stadtregierung und Ewald Lochner
müssen endlich liefern.“