Wien (OTS) – SOS-Kinderdorf Österreich begrüßt die Vorlage des
Berichts der
unabhängigen Reformkommission unter der Leitung von Dr. in Irmgard
Griss, der heute an Dr. in Carolin Porcham, Geschäftsführerin SOS-
Kinderdorf Österreich und Dr. Friedrich Santner,
Aufsichtsratsvorsitzender von SOS-Kinderdorf Österreich übergeben
wurde.
Die Reformkommission wurde im Oktober 2025 von Geschäftsführung
und Aufsichtsrat beauftragt, die bisherigen Aufarbeitungs-,
Kommunikations- und Reformmaßnahmen an den Standorten Moosburg und
Imst sowie in der Gesamtorganisation kritisch zu überprüfen, deren
Wirksamkeit zu bewerten und Empfehlungen für weitere strukturelle,
organisatorische und prozessuale Verbesserungen auszuarbeiten. Für
ihre Arbeit erhielt die Kommission uneingeschränkten Zugang zu allen
relevanten Unterlagen und führte Gespräche sowie Interviews nach
eigenem Ermessen.
Umsetzungsschritte werden eingeleitet
Mit der Mandatsvereinbarung hat sich SOS-Kinderdorf verpflichtet,
die Empfehlungen der Kommission eigenverantwortlich zu bewerten und
die erforderlichen Umsetzungsschritte einzuleiten. Dabei steht
insbesondere die Frage im Mittelpunkt, welchen Beitrag die
vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Kindern,
Jugendlichen und Familien leisten können.
„ Zur verantwortungsvollen Gestaltung der Lebensbedingungen, dem
Schutz und der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, braucht es
einen multiprofessionellen fachlichen Diskurs auf Basis einer
transparenten Analyse, wie sie der Bericht der Reformkommission
darstellt. Aus unserer Sicht ist entscheidend, dass die Bedürfnisse
und Rechte junger Menschen im Mittelpunkt aller darauf aufbauenden
weiteren Entscheidungen stehen “, betont Friedrich Santner,
Aufsichtsratsvorsitzender von SOS-Kinderdorf. „ Die Empfehlungen der
Reformkommission werden für die nachhaltige Weiterentwicklung der
Organisation ausschlaggebend sein .
Österreichweites Koordinationsteam
Carolin Porcham, Geschäftsführerin von SOS-Kinderdorf Österreich.
„ Wir haben ein Koordinationsteam aus unterschiedlichen
Kompetenzbereichen bei SOS-Kinderdorf zusammengestellt, das ab sofort
beginnt, sich mit den Inhalten des Reformberichts
auseinanderzusetzen. Aufgrund des umfassenden Berichts werden wir für
die fachliche Analyse und Priorisierung der ersten Maßnahmen etwas
Zeit benötigen. Wir haben uns daher ein Monat als Frist und den 29.
Juli als Termin gesetzt, an dem wir die Öffentlichkeit über die
ersten Schritte der Umsetzung informieren möchten. “
Die Betreuung der 1.900 Kinder und Jugendlichen in den
stationären Einrichtungen von SOS-Kinderdorf ist uneingeschränkt
sichergestellt. Darüber hinaus werden tausende junge Menschen und
ihre Familien in den mobilen Angeboten präventiv beraten und
begleitet. Die Arbeit von SOS-Kinderdorf geht uneingeschränkt weiter.
Während die Vergangenheit konsequent aufgearbeitet wird, sorgen
Mitarbeiter*innen tagtäglich für Stabilität, Sicherheit und
verlässliche Begleitung.
Um Kindern und Jugendlichen in Österreich auch künftig die
bestmögliche Unterstützung zu bieten, braucht es das Zusammenspiel
aller Kräfte: eine ausreichende Finanzierung durch die öffentliche
Hand, österreichweit einheitliche Standards in der Kinder- und
Jugendhilfe, Trägerorganisationen, die Kinderschutz konsequent leben
und weiterentwickeln, sowie die Unterstützung engagierter Spender*
innen.