Wien (OTS) – Die zuletzt beschlossene Preisbremse auf Treibstoffe ist
aus Sicht
der heimischen Transportwirtschaft zwar ein Schritt in die richtige
Richtung, greift jedoch viel zu kurz. Angesichts laufend steigender
Treibstoffpreise bleibt sie ein Tropfen auf dem heißen Stein und
vermag die massiv gestiegenen Kosten im Güterbeförderungsgewerbe
nicht ausreichend abzufedern.
„Die Transportwirtschaft steht unter enormem Druck. Treibstoff
ist unser zentraler Kostenfaktor, und genau hier wirken die
staatlichen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend“, betont der
Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe. Die bisher gesetzten
Schritte reichen nicht aus, um Unternehmen nachhaltig zu entlasten
und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Der Fachverband fordert daher zusätzlich die Einführung eines
Gewerbediesels , konkret durch eine Aussetzung des CO₂-Preises auf
Diesel . Diese Maßnahme wäre effizient, treffsicher und rasch
wirksam.
Seit Einführung der CO₂-Bepreisung im Jahr 2022 hat der Staat
daraus erhebliche Mehreinnahmen erzielt. Allein in den Jahren 2024
und 2025 waren es – gemessen am Dieselverbrauch – über 1,6 Milliarden
Euro . Rechnet man auch noch die Einnahmen aus Benzin hinzu, ergibt
sich ein Betrag von mehr als 2,1 Milliarden Euro, und zwar netto.
Hinzu kommen also noch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer. Beim CO₂-
Preis handelt es sich um eine im Jahr 2022 neu eingeführte Steuer und
somit um zusätzliche Einnahmen für das Budget. „Nun ist es an der
Zeit, dass ein Teil dieser Mittel wieder an jene zurückfließt, die
sie erwirtschaften“, so Fachverbandsobmann Fischer.
Ein Gewerbediesel hätte dabei eine doppelte Wirkung: Einerseits
würde er die Transportbranche und die Wirtschaft gezielt entlasten
und damit einen wesentlichen Teil der heimischen Versorgungskette
stabilisieren. Andererseits würde er helfen, ein erneutes Aufflammen
der Inflation zu verhindern, denn steigende Transport- und
Logistikkosten schlagen unweigerlich auf Warenpreise durch.
„Wenn die Politik Preisstabilität und Versorgungssicherheit ernst
nimmt, muss sie die logistischen Grundlagen dafür absichern“, erklärt
der Fachverbandsobmann. „Ein Gewerbediesel ist keine Subvention,
sondern eine punktuelle und sachlich begründete Rückführung von
Mehreinnahmen – und ein wirksames Instrument gegen weitere Kosten-
und Preisschübe.“
Der Fachverband appelliert daher an die Bundesregierung, rasch
nachzuschärfen und die bestehende Preisbremse durch einen
Gewerbediesel zu ergänzen. Nur so könne die Transportwirtschaft ihre
Schlüsselrolle für Wirtschaft und Gesellschaft auch unter den
aktuellen Rahmenbedingungen weiterhin erfüllen. (PWK135/ST)