Wohnen

VWBF kritisiert OECD-Empfehlungen zu Wohnbau

Wien (OTS) – „ So richtig der Befund der OECD zur Krise am
Wohnungsmarkt in der
Österreich auch sein mag, so falsch sind ihre Schlussfolgerungen und
Empfehlungen “, kritisierte VWBF-Obfrau Andrea Washietl anlässlich
des jüngst erschienen Wirtschaftsberichts. Die von der OECD angeregte
Verschärfung der Zugangskriterien und regelmäßige Einkommensprüfungen
verkennen die Funktionslogik des österreichischen
gemeinwohlorientieren Wohnungssystems. Sie würde keine zielgenauere
Verteilungswirkung entfalten, sondern die soziale Durchmischung
schwächen – und damit einen der zentralen Stabilitätsfaktoren des
österreichischen Wohnmodells untergraben. Durch die ins Spiel
gebrachten einkommensabhängigen Mieten würden zudem völlig falsche
gesellschaftliche Fehlanreize gesetzt, beruflicher Aufstieg indirekt
bestraft und das international hoch angesehene Best-Practice-Modell
des österreichischen Wohnungssystems in Richtung eines
sozialresidualen, neoliberalen Wohnmodells transformiert.

Washietl: „ Kein vernünftig denkender Mensch möchte dieses
österreichische Konsensmodell durch solch unausgegorene
Politikberatungsvorschläge aufs Spiel setzen. Vielmehr brauchen wir
eine Stärkung unseres Systems. “ Ansatzpunkte dazu, wie z.B. eine
nachhaltige Absicherung der Wohnbauförderung, leistbare Grundstücke
und verlässliche Rahmenbedingungen zur Dekarbonisierung der
Gebäudebestände, gibt es selbstverständlich und wurden
erfreulicherweise auch von der Bundesregierung aufgegriffen.

Zwtl.: Über den Verein für Wohnbauförderung (VWBF):

Der Verein für Wohnbauförderung ist die sozialdemokratische
Interessengemeinschaft in der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft und
setzt sich für die Förderung und Unterstützung des gemeinnützigen
Wohnbaus in ganz Österreich ein.