Die Körpertemperatur eines gesunden Menschen ist ungefähr 37 Grad. Steigt diese, versucht der Körper sich runter zu kühlen. Die beste Methode ist mit Schweiß die Haut abzukühlen. Das funktioniert bei Babys genauso. Wacht ein Baby jedoch schweißgebadet auf, obwohl es gar nicht so warm ist, fragen sich viele Mütter, was los ist. Die Ursache ist allerdings meist ungefährlicher Art.

Unausgereifter Organismus

Der Organismus eines Menschen braucht einige Monate zum Ausreifen. So kann die natürliche Einstellung der Körpertemperatur eines Babys stark schwanken. Die Schilddrüsen sind noch nicht komplett ausgebildet, daher kann es dazu führen, dass das Baby stark schwitzt, obwohl es in den Augen der Eltern nicht so heiß ist. Viel gefährlicher wäre es andersrum, nämlich, wenn der Säugling nicht schwitzt, obwohl die Temperatur sehr hoch ist. Ohne die Kühlungsfunktion könnte es dazu führen, dass sich das Neugeborene überhitzt.

Heftiges Weinen

Das viele Weinen ist für Säuglinge typisch. Das verbraucht aber viel Energie, und je heftiger es weint, desto mehr Energie verbraucht es. So beginnt das Baby irgendwann zu schwitzen. Dieses Problem lässt sich zum Glück schnell lösen, die Eltern brauchen das Baby nur zu beruhigen und dann reguliert sich die Körpertemperatur wieder.

Zu dicke Kleidung

Babys lieben Wärme. Es gibt Ihnen ein Gefühl von Geborgenheit. Doch oftmals übertreiben es Mütter mit den tausenden Decken und Kleidungen und dem Baby wird zu heiß. In diesem Moment fängt es an, zu schreien, oder bestenfalls die Decken von sich zu treten. Das passiert, wenn sich der Säugling unwohl fühlt.

Hyperhidrose

Hyperhidrose ist eine Krankheit, bei der übermäßig viel Schweiß produziert wird, auch wenn der Körper keine Abkühlung benötigt. Die Ursache des vielen Schwitzens ist eine Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems. Dadurch werden die Schweißdrüsen verstärkt angeregt. Diese lästige Krankheit ist erblich und zum Glück eigentlich harmlos. Trotzdem sollten sich Eltern beim Verdacht an den Kinderarzt wenden, vor allem, wenn sie selbst darunter gelitten haben. Die Krankheit ist behandelbar, geht von alleine jedoch nicht weg und wird mit dem Alter nur schlimmer.

Angeborener Herzfehler

Ein angeborener Herzfehler ist zwar ein sehr seltener Grund des vielen Schwitzens – es betrifft rund 1% der Babys – doch die Möglichkeit besteht. Säuglinge mit einem angeborenen Herzfehler schwitzen fast immer. Um den Blutkreislauf auf dem Laufenden zu halten, müssen ihre Herzen nämlich viel stärker arbeiten. Der Herzfehler lässt sich oft schon am Essen erkennen, denn betroffene Säuglinge und Kinder tun sich schwer damit und schwitzen viel bei dem Versuch der Nahrungsaufnahme. Schnelles, flaches Atmen und eine bläuliche Färbung der Haut könnten auch Symptome davon sein.

Schwitzen beim Stillen

Das Trinken kann Babys sehr anstrengen, deshalb schwitzen viele beim Stillen. Vom ganzen Saugen werden vor allem Neugeborene schnell müde. Nach rund fünf Monaten reguliert sich das wieder, weil sich ihr Körper daran gewöhnt. Für das Stillen ist es deshalb am besten, wenn das Baby nur einen dünnen Strampler anhat. Den Strampler könnte man gegebenenfalls auch ausziehen und das Baby stattdessen in ein Handtuch wickeln. So kann es leichter runterkühlen.

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