Wien (OTS) – Die Schnellschätzung der Statistik Austria für April
zeigt, dass die
Inflation in Österreich weiterhin leicht steigen wird (3,3 Prozent)
und für viele Menschen spürbar bleibt. Die Schnellschätzung bestätigt
auch die Wirkung der Spritpreisbremse: Die Inflation wurde durch sie
gedämpft.
„Sprit und Heizöl belasten die Haushalte. Die Preise steigen
weiterhin deutlich schneller als viele Einkommen. Gerade bei Energie
und Mobilität merken die Menschen das jeden Tag im Geldbörsel“, sagt
ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth: „Deshalb braucht es
jetzt konsequent weitere preisdämpfende Maßnahmen.“
Spritpreisbremse im vollen Umfang weiterführen
Besonders kritisch sieht der ÖGB ein Auslaufen der
Spritpreisbremse oder eine Absenkung von 10 Cent auf 7 bzw. 4 Cent
pro Liter. „Es wäre völlig unverständlich, eine wirksame
Entlastungsmaßnahme genau dann zurückzunehmen, wenn viele noch unter
den hohen Preisen leiden“, so Schuberth. „Die Spritpreisbremse muss
im vollen Umfang erhalten bleiben – alles andere wäre ein falsches
Signal an die Bevölkerung.“
Krisenmechanismus gefordert
Für die Zukunft fordert der ÖGB zudem weitere Lösungen: „Wir
brauchen endlich einen Krisenmechanismus für Strom und Wärme, der bei
starken Preisanstiegen sofort greift“, sagt Schuberth. „Es darf nicht
jedes Mal Monate dauern, bis reagiert wird – die Menschen brauchen
raschen und verlässlichen Schutz.“ Gerade im Energiebereich muss ein
frühzeitiger Preiseingriff erfolgen, damit sich der Schock nicht auf
die Preise in anderen Wirtschaftsbereichen ausweitet.