Da die Nahrung die Zusammensetzung der Muttermilch bestimmt, lautet die Devise für die Ernährung während der Stillzeit: gesund und abwechslungsreich. Doch worauf müssen junge Mütter genau achten?

Stillen ist wichtig für Kind und Mutter

Obwohl rund 80 % der Frauen direkt nach der Geburt stillen, erhalten viele Kinder schon bald die industriell hergestellte Formula-Milch. Dabei sollte mindestens bis zum sechsten Lebensmonat gestillt werden und danach noch weiter parallel zur Beikost. Denn Muttermilch ist das einzige Nahrungsmittel, das sich perfekt den Bedürfnissen des Babys anpasst. Zu Beginn der Mahlzeit ist sie wässrig, um den Durst des Kindes zu stillen, danach wird sie dicker und fettreicher. Ein Baby erhält so alle benötigten Nährstoffe, die nicht nur hervorragend sättigen, sondern auch den Aufbau von Immunsystem und Darmflora unterstützen. Studien zufolge leiden Stillkinder seltener an Infektionskrankheiten oder Übergewicht und das Risiko für Allergien sowie den plötzlichen Kindstod sinkt. Die Saugbewegungen unterstützen die Entwicklung von Kiefer und Zahnstellung. Auch die Mutter profitiert. Die Gebärmutter bildet sich schneller und besser zurück. Der höhere Energieverbrauch lässt Schwangerschaftspfunde rasch wieder purzeln. Weiterhin haben Wissenschaftler festgestellt, dass Stillen vor Eierstock- und Brustkrebs schützt.

Ausgewogene und regelmäßige Mahlzeiten

Die Grundregel für die Ernährung während der Stillzeit ist dieselbe, die für jede andere Lebensphase gilt: Gesund, abwechslungsreich und ausgewogen sollen die Mahlzeiten sein, denn die Nahrung beeinflusst die Zusammensetzung der Muttermilch. Der Mehrbedarf liegt bei 500 kcal pro Tag. Eine moderate Gewichtsreduktion ist auch während der Stillzeit in Ordnung, am besten mit Bewegung als Unterstützung. Regelmäßig essen ist wichtig, was im Babytrubel schnell ins Hintertreffen gerät. Für den Energiekick zwischendurch greifen viele Frauen zu süßen, salzigen und sehr fetten Snacks, was gelegentlich völlig in Ordnung ist. Neben Obst, Salaten und Gemüsegerichten sind Beilagen und Brot aus Vollkorn erste Wahl. Fleisch nur in Maßen und möglichst die fettarme Variante. Weniger ist mehr gilt auch für die Verwendung von Ölen und Eiern. Seefisch darf gerne zweimal die Woche auf dem Speiseplan stehen. Denn die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind gut für die Entwicklung des kindlichen Sehvermögens und verringern gemäß Studien das Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Alternativ eignen sich Nahrungsergänzungsmittel mit DHA, wie sie bei der Shop Apotheke erhältlich sind.

Was Mama liebt, isst auch das Baby gerne

Veganerinnen und Vegetarierinnen müssen ihre Ernährung nicht grundsätzlich umstellen aber lassen sich am besten beraten, wie sie bestimmte Stoffe wie Vitamin B12, das nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, kompensieren. Grundsätzlich wird die Einnahme von Jod empfohlen. Immer wieder werden Frauen verunsichert, dass Mineralwasser, Kohl, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte während der Stillzeit für Blähungen beim Baby sorgen. Dabei handelt es sich um Ammenmärchen. Verträgt die Mutter ein Nahrungsmittel gut, ist das auch beim Kind der Fall, denn den Geschmack kennt es schon aus dem Fruchtwasser. Bei Zitrusfrüchten und scharfen Gewürzen wie Chili empfiehlt es sich, kleine Mengen im Essen auszuprobieren und die Reaktionen des Kindes zu beobachten. Stillende Mütter sollten zudem nicht vergessen, ausreichend Wasser, ungesüßten Kräuter- und Früchtetee oder stark verdünnte Säfte zu trinken. Beim Kaffee sollten es nicht mehr als drei Tassen pro Tag sein. Alkohol und Zigaretten sind tabu.

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